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Wasserwand im Foyer Wasser-Licht-Objekt im Foyer

Das Wasser gleitet wellenförmig am Ringgeflecht 8m in die Tiefe. Das Licht wird an den Strahlenkantungen der Überlaufkästen reflektiert und gestreut. Die Wasserberuhigung verbirgt sich unter der abnehmbaren Brüstungsabdeckung aus Granit.
Das Licht verändert sich fast unmerklich fortwährend. Alle 15 Minuten wird in eine andere Lichtkomposition umgeschaltet. Pausen im Lauf des Wassers visualisieren den Auf- und Abbau der langsam nach unten gleitenden Wellen.

Die Programme zur Steuerung von Licht und Wasser reagieren auf die Luftfeuchtigkeit zur Stabilisierung des Raumklimas. Die frequenzgesteuerte Hauptpumpe ermöglicht eine vielfältige Beeinflussung des Wasserklangs und der Wellendichte. Die Wasserwand wird mit Regenwasser betrieben. Dieses wird ohne Chemieeinsatz durch eine Reihe von Maßnahmen im gesunden biologischen Gleichgewicht gehalten, was das Raumklima nachhaltig verbessert:
- Einsatz von „PLOCHER GmbH integral-technik”
- Lebensraum für Mikro-Organismen in der Tuffsteinfüllung im Brunnen.
- Skimmer mit Überfallkante und zusätzlicher Umwälzpumpe.
Alle Funktionen werden mit BECKHOFF Industriesteuerung geregelt, welche mit dem Programm Max MSP gesteuert wird. Dank unserm Programmierer Olaf Matthes funktioniert die Steuerung gewohnt zuverlässig. Auch die Pumpe lässt sich frei regeln. Das schafft vielfältige Möglichkeiten zur Modulation von Klang & Wellenbild.

Überlaufkästen:
Der strahlengekantete Boden reflektiert das Licht um die Ausleuchtung im oberen Bereich zu unterstützen. Die Überlaufkante muss präzise im "Wasser" sein. Diese wurde nach der Montage vor Ort noch nachgearbeitet. Zur Reinigung der Wasserverteilung können die Brüstungssteine aus Granit abgehoben werden. In die runde Öffnung wird das Licht eingebaut um die Wasserkühlung zu gewährleisten.

Licht:
Die Leuchten aus Edelstahl A4 mit Borosilikatglas-Linsen wurden extra für dieses Projekt entwickelt:
Alle Verschraubungen sind mit O-Ringen abgedichtet. Die Kabeldurchführung ist auf massives Rundmaterial umgelötet, welches mit einem komprimierten O-Ring in der Bohrung extra abgedichtet ist um das kriechen der Feuchtigkeit im Kabel zu vermeiden. Zusätzlich ist die Kabelzuführung vergossen und mit einer hochwertigen Kabelverschraubung in Edelstahl A4 gesichert. Restfeuchtigkeit wird mit integriertem Trockenmittel aufgenommen. Alle Teile sind auswechselbar. Wärmeleitpaste gewährleistet die Wärmeübertragung zwischen Außen Mantel aus Edelstahl A4 und dem hartanodisierten Aluminiumkern. Damit wird das Problem der schlechten Wärmeleitung von Edelstahl rostfrei umgangen. Unten sind weiße und blaue, oben nur weiße LED Spots integriert. Diese werden kontinuürlich gedimmt, das Licht atmet. Die Atemfrequenz ist für jeden Vorhang ein wenig anders eingestellt. Zu jeder vollen 1/4 Stunde wird hart auf eine neue Licht Komposition umgestellt. Durch das verschiedenartige Atmen variiert diese bis zur nächsten 1/4 Stunde. Bei Betrieb ohne Wasser läuft das Licht in Zeitraffer und die unteren Leuchten werden in der Intensität reduziert um Blendung zu vermeiden.

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Fakten

Entwurf, Design, Realisation
Metallatelier GmbH
Wasseraufbereitung
PLOCHER GmbH integral-technik
Steuerung
BECKHOFF
Programmierung
Olaf Matthes, www.nullmedium.de
Material
Edelstahl A4
Breite
1500 x 912 x 840 mm
Bauherr, Standort
RST Radar Systemtechnik GmbH
Entwurf / Architektur
Metallatelier & mmp-architekten.de
Höhe
8 m
Lichtleistung
11 x 24 W LED computergesteuert